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Katharina Weißgerber

Friedr. Ad. Bergmann

Sebastian Klaiber

Jean N. Collowald

 

BESONDERE BIOGRAFIEN – Friedrich Adolf Bergmann

 

Neben Katharina Weißgerber erreichte auch der am 3. Januar 1825 in Kreuznach geborene St. Arnualer Revierförster Friedrich August Bergmann einen gewissen Bekanntheitsgrad im Zusammenhang mit den Ereignissen im Vorfeld des 6. August 1870. Laut Albert Ruppersberg (Saarbrücker Kriegschronik, 1895, S. 32-33, 49-51) und Eduard Haas (Saarbrücker Kriegserinnerungen, 1913, S. 59) führte er als Ortskundiger deutsche Patrouillen durch den Stiftswald und zeigte ihnen neben Anmarschwegen auch französische Stellungen.
Das von Bergmann und seiner Familie bewohnte Forsthaus stand südlich von St. Arnual, oberhalb der Saargemünder Straße am Eingang zum Stiftswald. Sein Revier reichte im Süden bis an die französische Grenze, von wo aus man auch die Spicherer Höhen überblicken konnte – Bewegungen in diesem Bereich konnte Bergmann von daher problemlos beobachten. Nachdem er bei einem seiner Waldgänge französische Soldaten im Stiftswald bemerkt hatte, meldete er dies und führte noch am gleichen Tag eine preußische Aufklärungspatrouille bis dicht an die französischen Stellungen heran. Ein paar Tage später, am 27. Juli, drangen französische Soldaten ins Forsthaus ein, um hier nach preußischen Soldaten zu suchen. Eine zu diesem Zeitpunkt am Forsthaus vorbeireitende Ulanenpatrouille wurde von den Franzosen sofort beschossen, wobei ein Ulan verwundet wurde, der sich aber durch Flucht einer Gefangennahme entziehen konnte. Hierbei handelte es sich um den Gefreiten Pieroth von der 4. Eskadron des Ulanen-Regiments Nr. 7 (s. Otto Kusenberg: Geschichte des Rheinischen Ulanen-Regiments Nr. 7 1815-1890, Berlin 1890, S. 76), der auch in der Verlustliste Nr. 40 mit folgenden Angaben (Datum allerdings abweichend) geführt wird:

»Gefr. Johann Nikolaus Pieroth aus Hecken, Kr. Simmern. L. v.  S. d. d. r. Oberschenkel (Patrouille bei St. Arnual am 26. Juli). Beim Truppentheil.«

Immer wieder wagten sich französische Soldaten vor allem nachts bis zum Forsthaus vor. Um der deutschen Seite die Anwesenheit französischer Soldaten zu signalisieren, stellte die Familie des Försters tagsüber Blumen und nachts Kerzen in die Fenster auf der den Franzosen abgewandten, aber von den Deutschen einsehbaren Seite des Hauses.

Bergmann half auch mit bei der Versorgung von Verwundeten während der Kämpfe am 6. August. Wie Albert Ruppersberg in seiner Saarbrücker Kriegschronik von 1895 schreibt (S. 241-242), stellte Bergmann auf der Anhöhe bei einem Steinbruch in der Metzer Straße, in dem ein Verbandplatz eingerichtet worden war, unter gegnerischem Beschuss eine Rot-Kreuz-Fahne auf.
Dieses Motiv hat Carl Röchling in seiner Zeichnung von diesem Verbandplatz aufgegriffen (links, abgedruckt in Ruppersberg: Saarbrücker Kriegschronik, 1895, S. 241).

Nach seinem Tod am 22. November 1907 in St. Arnual wurde Bergmann im Ehrental beigesetzt (rechts).

   

 

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