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150 Jahre danach

Kämpfe

Nach der Schlacht

 

NACH DER SCHLACHT

 

In seiner Saarbrücker Kriegschronik von 1895 zitiert Albert Ruppersberg aus den Erinnerungen eines 39ers (S. 233), in denen es heißt: »Zwischen Pickelhauben, französischen Käppis, Tornistern, Waffen und Uniformstücken lagen die Toten über und durch einander auf dem Gesichte oder auf dem Rücken. Dem einen war das ganze rechte Bein, dem andern der halbe Kopf abgerissen; einige Leichen streckten einen Arm starr gen Himmel empor, andere hatten die Finger krampfhaft in den mit Gras bewachsenen Boden gekrallt.«

Überall im Kampfgelände lagen Gefallene beider Seiten, die schnellstens unter die Erde gebracht werden mussten. Da es bei den deutschen Streitkräften hierfür allerdings keine speziellen Einheiten gab, hatte sich die kämpfende Truppe selbst um die Beisetzung der Toten zu kümmern, was jedoch bedingt durch die Schnelligkeit des Vormarschs nicht zeitnah und ordnungsgemäß zu leisten war. Infolgedessen wurden daher allenfalls die eigenen Gefallenen beigesetzt, die Beisetzung der gefallenen Gegner und der Pferdekadaver überließ man oftmals der ortsansässigen Bevölkerung, die diese Arbeiten jedoch zumeist ohne fachmännische Anleitung und daher mehr schlecht als recht bewerkstelligte.

Archibald Forbes (* 17.04.1838, † 30.03.1900), ein Sonderberichterstatter für die britische Tageszeitung The Daily News hatte Gelegenheit, das Schlachtfeld bereits am Tag nach den Kämpfen zu besuchen. Er schreibt dazu (My Experiences of the War between France and Germany, Vol. I, 1871, S. 107):

»In einer kleinen Rinne ganz oben in einer davon [der Schluchten, die auf die Spicherer Höhen führen, Anm. SR] fand ich ein Dutzend tote Preußen, die in einem unentwirrbaren Haufen übereinander lagen. An anderer Stelle lagen sie ebenfalls so dicht. Im Stellungssystem war es an den Franzosen, in größter Anzahl tot aufgefunden zu werden. Der Graben selbst war voll von ihnen. Es war innerhalb der Stellungen auf einige Meter unmöglich, nicht auf tote Menschen zu treten. Der Kampf war auf dem gesamten Plateau gleichermaßen tödlich verlaufen; da wo Mais und Gras in den steinigen Boden getreten waren, war er an manchen Stellen weich und schmierig von Blut.«

Zwei Tage später, am 9. August, stattete Forbes den Spicherer Höhen einen weiteren Besuch ab, bevor er der kämpfenden Truppe nachreiste. Über diesen Besuch berichtet er (a.a.O., S. 109-112):

»Bis Montagmittag waren alle Verwundeten geborgen und die meisten Toten begraben worden. Das ganze Gelände war übersät mit Gräbern. [...] Nur wenige der Hügel wurden von einem groben Kreuz überragt, das aus ein paar mit einem Riemen zusammengezurrten Stöcken bestand. Andere waren kunstvoller ausgeführt, wobei das aus Brettern bestehende Kreuz beschriftet war mit der Anzahl der hier Beerdigten, ihrem Rang und ihrem Regiment. Einige der Gräber hatten die Ortsansässigen bereits mit Sträuchern und Blumen geschmückt, aber die meisten Dekorationen bestanden aus Bajonetten und Schwertern, die im Boden steckten – Zeichen dafür, dass darunter Soldaten lagen. Freund und Feind ruhten in Frieden in einem Grab. Die Inschrift über einem der größten auf der ersten Spichererhöhe hielt ich für notizwürdig: ›Hier ruhen in Gott 29 Preußen und 69 Franzosen.‹
Ich war ein ganzes Stück gelaufen, als ich auf einen unbestatteten Leichnam stieß – in den kleinen Spalten und Schluchten, die zur zweiten Spichererhöhe führten, lagen sie immer noch ziemlich dicht. Es war nicht schwer, sie zu entdecken. Die Leiche eines im Kampf getöteten Mannes liegt nicht drei Tage lang Luft und Sonne ausgesetzt, ohne in Verwesung überzugehen, und einige der Leichen boten einen entsetzlichen Anblick. Manche konnte man kaum noch für Menschen halten – so schwarz und aufgequollen waren sie. Die Todesfälle waren hauptsächlich auf Gewehrkugeln zurückzuführen. Die meisten Deutschen hatten tödliche Wunden in Gesicht und Kopf, die sie erhalten hatten, als sie den furchtbaren Hang hinaufstürmten. Diejenigen Franzosen, die nicht durch das Bajonett umgekommen waren, hatten größtenteils durchschossene Körper oder zerschmetterte Beine. Eine Szene werde ich niemals vergessen können. Am Fuße eines Baumes lagen zwei tote deutsche Soldaten. Es schien, als wären sie entweder während oder nach dem Kampf dorthin gebracht worden, als sie noch verwundet waren. Neben ihnen lagen zwei Trinkbecher, halb gefüllt mit Wasser und ein Stück Brot. Einer der beiden, ein ziemlicher Bursche, saß in hockender Haltung am Baum, den Kopf nach unten geneigt. Er war durch den Kopf geschossen worden und das Blut war auf sein Taschentuch und die offene Brieftasche vor ihm geflossen. Eine Hand griff die seines toten Kameraden, die andere hielt einen Umschlag. Der darin enthaltene Brief war möglicherweise weggeflogen oder der Bursche hatte ihn in seinem Todeskampf gegen die Brust gedrückt, aber der Umschlag selbst war beredt genug. Er war in weiblicher Handschrift adressiert und trug den Stempel eines kleinen Dorfes in der Nähe der Ostseeküste. Die Verfasserin – Mutter oder Liebste, ich weiß es nicht – war offensichtlich der letzte Gedanke des Burschen gewesen. Wird sie kommen, um an seinem Grab zwischen den Lehmklippen von Spicheren zu weinen? Wird er überhaupt ein Grab haben? Es war ein einsamer Ort und ein umherziehender Kuhhirte könnte Monate später zufällig auf ein paar Skelette mit Waffen und Gürteln an den Knochen stoßen.
[…]
Drei Meilen von der ersten Klippe des Spichernbergs entfernt fand ich tote französische Soldaten, die in den Furchen eines Kartoffelfeldes lagen. Und dann verirrte ich mich in der aufkommenden Dunkelheit und musste mich durch dichten Wald arbeiten, der an einem steilen Hang wächst. Es gab keine Straße, aber ich kletterte mit mäßiger Bewegungsfreiheit abwärts, bis ich über etwas stolperte und in voller Länge hinfiel. Als ich meine Hand ausstreckte, um aufzustehen, berührte sie das Gesicht einer Leiche, kalt und feucht vom Todesschweiß. In der dunklen Einsamkeit des Waldes war ein solcher, eigentlich zu jeder Zeit unangenehmer Kontakt, schauderhaft und ließ mir das Blut gefrieren. Es schien, als ob ich überall, wohin ich mich auch drehte, auf Leichen trat. Ich zündete ein Streichholz an und konnte in seinem schwachen Licht sehen, dass ich mich inmitten eines Haufens von etwa einem halben Dutzend toter französischer Soldaten befand. Ob sie gleichzeitig durch eine krepierende Granate getötet worden waren oder ob sie verwundet in den Wald gekrochen und hier in der Gesellschaft der anderen gestorben waren, ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich schauderte angesichts der Lage, in der ich mich befand.«

An diesem Tag traf König Wilhelm von Preußen (* 22.03.1797, † 09.03.1888) samt Entourage in Saarbrücken ein und ließ sich am Tag darauf das Schlachtfeld zeigen. Über diesen Besuch berichtet er seiner Frau, Königin Augusta, in einem Brief vom 10. August 1870 (Ernst Berner: Kaiser Wilhelms des Großen Briefe, Reden und Schriften, II. Band: 1861-1888, Berlin 1906, S. 221-222):

»Ich habe soeben das hiesige Schlachtfeld [Die Höhen von Spicheren, Anm. Berner] beritten, wo es furchtbar noch aussieht durch zertrümmerte Waffen, Kleidungsstücke aller Art! Tote und Blessierte sind schon alle beseitigt; hier sollen 1700 Blessierte liegen, die ich nach Tisch noch besuchen will. Die Position, die wir stürmten, dann momentan verließen, bis die Verstärkungen die Flankenbewegung ausführten und so der Sieg entschieden wurde, – ist auf dem steilen Abhang, auf dem sie liegt, ungemein stark, so daß die gefangenen Offiziere sagen, sie hätten die Wegnahme derselben für unmöglich gehalten, aber sie hätten mit solchem Feinde auch noch nicht gekämpft weder in Italien, noch in der Krim, noch in Algier, da unsere Soldaten gerade so vorgingen, als würde ohne Kugeln auf sie geschossen. Ein größeres Lob ist wohl nicht zu erteilen! Überall haben unsere Soldaten auf den Massengräbern Kreuze von Ästen angebracht, und die Offiziersnamen angeschrieben; an einem Grabe stand angeschrieben: 30 Preußen, 75 Franzosen!«

Den Ausführungen Albert Ruppersbergs in seiner Saarbrücker Kriegschronik von 1895 lässt sich allerdings entnehmen, dass der damals bereits 73-Jährige das vormalige Kampfgebiet wohl nicht beritten hatte, sondern auf der Straße hindurch kutschiert worden war und von den grauenhaften Details abseits der Straßen und Wege sicher nichts gesehen hat. Ruppersberg schreibt (S. 253):

»Noch waren die furchtbaren Spuren des Kampfes nicht beseitigt. Zu beiden Seiten der Straße sah man Leute beschäftigt, große Gruben zu machen, um die gefallenen Pferde zu beerdigen, welche die Luft weithin verpesteten. Einzelne Uniformstücke und Waffen lagen noch auf den Feldern umher; das Meiste aber war bereits in großen Haufen zusammengetragen; und hatten die Besucher des Schlachfeldes manches Stück zum Andenken mitgenommen. Je näher man den Höhen kam, um so zahlreicher erschienen die großen und kleinen Erdhügel mit den schlichten Holzkreuzen und ihren kurzen, aber so inhaltsschweren Inschriften, und oben auf der Höhe war Grab an Grab. Das Herz des Königs wurde tiefbewegt.«

Die rasche Aufeinanderfolge der Schlachten in Verbindung mit der sommerlichen Witterung bis in den Herbst hinein und reichlich Regen führte zu zum Teil katastrophalen hygienischen Verhältnissen auf den ehemaligen Schlachtfeldern.

Im Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere im Kriege gegen Frankreich 1870/71. Band 1 (1884) heißt es hierzu im Hinblick auf die Kämpfe bei Spichern (S. 82-83):

»In den Gemarkungen von Forbach, Spicheren und Stiringen hingegen, dem Kampfplatz der Schlacht bei Spicheren, spülte der Regen die deckende Erdschicht von den – übrigens fast ausschliesslich im Walde und überall mehr als 1 Kilometer von Wohnungen entfernt befindlichen – Massengräbern vielfach fort, so dass in Fäulniss [sic] begriffene Leichentheile blosslagen. Diese Zustände erfuhren im Herbste 1870 dauernde Beseitigung durch die Thätigkeit eines hierzu beorderten Militärkommandos. Es wurden 5 Fuss hohe Erdaufschüttungen ausgeführt, welche zum Schutze gegen Witterungseinflüsse eine Rasenbekleidung erhielten.«

Diese Maßnahmen brachten zumindest auf dem ehemaligen Schlachtfeld bei Spichern den gewünschten Erfolg. Die rechts abgebildete zeitnahe Ansichtskarte zeigt eines dieser neu angelegten Massengräber auf dem Plateau des Roten Bergs, zwischen dem General-von-François-Gedenkstein und dem Denkmal des 1. Hannoverschen Infanterie-Regiments Nr. 74 das Grab ist heute allerdings nicht mehr zu erkennen; falls es nicht irgendwann einmal eingeebnet wurde, hat man die hier bestatteten Gefallenen wohl umgebettet. Auf anderen Schlachtfeldern, vor allem bei denen im Raum Metz, auf denen fast 30.000 Soldaten den Tod gefunden haben sollen, erwiesen sich diese Maßnahmen jedoch als völlig unzureichend, so dass hier im Frühjahr und im Sommer 1871 ein erheblicher Sanierungsaufwand erforderlich wurde. So musste z. B. stellenweise durch von Fäulnis verseuchtes Wasser abgeleitet und der Boden anschließend mit Chlorkalk und Karbolsäure desinfiziert werden oder Gefallene mussten exhumiert und Gräber tiefer gelegt werden.

Die Verantwortung für die Gefallenengräber übertrug Artikel 16 des Friedensvertrags von Frankfurt vom 10. Mai 1871 den jeweiligen Regierungen, auf deren Gebiet diese Gräber lagen:

»Beide Regierungen, die Deutsche und die Französische, verpflichten sich gegenseitig, die Gräber der auf ihren Gebieten beerdigten Soldaten respektiren [sic] und unterhalten zu lassen.«

Das gesamte ehemalige Kampfgelände zwischen Saarbrücken und Spichern war nach den Aufräumarbeiten förmlich übersät mit Gräbern. Arthur von Lattorff, der 1877 den wohl ersten Führer über das ehemalige Schlachtfeld veröffentlicht hatte (Denkmäler und Erinnerungszeichen auf den Schlachtfeldern bei Saarbrücken), verzeichnet 233 Gräber (darunter viele Massengräber) sowie vier Denkmäler! Und das nur für den Bereich des ehemaligen Schlachtfeldes, d. h. im Gebiet zwischen Bellevue/Winterberg und Spicherer Höhen/Stieringen! Dass diese Auflistung vollständig ist, bezweifelte selbst von Lattorff (a.a.O., S. 4): »Absolut Vollständiges konnte nach der Richtung nicht geleistet werden, da in dem unübersichtlichen zum Theil mit dichtem Unterholz bewachsenen Höhengelände einerseits und in den überall bestellten Feldern anderseits manche Grabstelle dem Auge des Suchenden entgangen sein mag. Immerhin wird die Zahl derjenigen, welche Erwähnung gefunden haben, schon ein genügend klares Bild der damaligen Situation zu geben im Stande sein.«

Bereits zu diesem Zeitpunkt, gerade einmal sieben Jahre nach den Ereignissen, waren manche der Inschriften schon nicht mehr lesbar. Von daher war auch von Lattorff bewusst, dass nur ein Teil der Gräber überdauern wird, wenn er schreibt (a.a.O., S. 4) »daß nach dem natürlichen Laufe aller Dinge die Zeit wohl nicht mehr allzu fern ist, wo die verschiedenen Erinnerungszeichen der stattgehabten Kämpfe trotz aller pietätvollen Pflege Seitens der Stadt und ihrer Bewohner [...] verschwinden und die großen Monumente als einzige Zeugen übrig bleiben werden; denn viele der Inschriften an Kreuzen und Tafeln sind in diesen Tagen nur noch mit Mühe zu entziffern, manche bereits unleserlich geworden.«

Und auch 18 Jahre später war die Anzahl der Gräber und Denkmäler für den Besucher noch immer beeindruckend. Max Dittrich zufolge (Deutsche Heldengräber im Reichslande, 1895, S. 37-40) »zeigen sich teils an der Landstraße, teils im Felde Grabhügel mit Kreuzen, die nur die Anzahl der darunter schlummernden Helden und ihren Todestag nennen. Am zahlreichsten werden die Kreuze nach dem Styringer Eisenwerk zu; einige fünfzig liegen allein zwischen Landstraße und Eisenbahn im Walde verborgen. Vor dem Walde, nach Styringen hin, sieht man sowohl unmittelbar an der Waldecke, als auch auf der Hochebene vor dem Eisenwerk und im Felde zwischen diesem Gebiet zahlreiche und große Massengräber. Weniger große, aber ebenfalls zahlreiche liegen noch am und im Walde beim Styringer Schachte und am Wege von da nach Schönecken. Auch sie geben Zeugnis von dem erbitterten Kampfe, der hier auf dem äußersten rechten Flügel gewütet hat.
[...]
Nach allen Seiten hin erblickt man auch vom Fuße dieser beiden Denkmäler
[Denkmäler der Füsilier-Regimenter 39 und 40 auf dem Roten Berg, Anm. SR] aus die Grabhügel. In nächster Nähe desjenigen der 39er liegen in einem Massengrabe allein 68 Franzosen und 29 Preußen. Weiter rechts führt der von vielen Schluchten zerrissene bis zu 30 Grad steile Abhang – von zahlreichen klippenartigen Sandsteinbänken durchzogen, die das Besteigen desselben ungemein erschweren – hinunter nach der goldenen Bremm und jede Stufe der terrassenförmigen Anhöhe birgt vereinzelte Gräber, in denen meist Leiber anstürmender Preußen zur letzten Ruhe gebettet sind.«

Im Stadtarchiv in Saarbrücken existiert ein zeitgenössischer Plan über die Lage der Kriegergräber in den lothr. Gemarkungen Spichern & Stieringen-Wendel (Bestand Bgm Alt-SB 1491), der dieses Bild bestätigt. In der Legende des Plans wird ergänzend erwähnt, dass die meisten Einzelgräber in den Jahren 1892 und 1894 aufgelöst und die sterblichen Überreste der hier Bestatteten in Massengräber umgebettet wurden.

Im Zuge dieser Umbettungsarbeiten wurden zwangsläufig auch persönliche Gegenstände der Soldaten freigelegt. Laut einem Artikel auf Seite 6 im amtlichen Mitteilungsblatt Wöchentliche Anzeigen für das Fürstenthum Ratzeburg No. 9 vom 31. Januar 1893 (Quelle EXTERNER LINK: Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern) fand man während einer Umbettung 1892 auch eine silberne Taschenuhr, die in einer Messingkapsel steckte und sich von daher in einem noch relativ guten Erhaltungszustand befand. Neben der Uhr enthielt die Kapsel aber auch noch einen Zettel mit dem Namen des Uhrmachers in Frankfurt/Oder, bei dem die Uhr gekauft worden war. Auf Nachfrage konnte dieser anhand seiner Unterlagen sogar noch feststellen, dass er die Uhr seinerzeit einem Mann namens Janisch aus Jacobsdorf verkauft hatte. Daraufhin versuchte man über den Ortsvorsteher von Jacobsdorf die Erben zwecks Überlassung der Uhr zu ermitteln – ob dies letztlich gelungen ist, ergibt sich aus dem Artikel jedoch leider nicht.

Bei dem Besitzer der Uhr dürfte es sich um Friedrich Janisch gehandelt haben, der in der Vermisstenliste Nr. 10 (Seite 60) als Angehöriger der 4. Kompanie des Leib-Grenadier-Regiments (1. Brandenburgisches) Nr. 8 mit folgenden Angaben geführt wird:

»Gefr. Friedr. Janisch aus Jakobsdorf [sic], Kr. Lebus, V. unb.«

Auf der Gedenktafel für Gefallene der Gemeinde im Krieg 1870/71 in der evangelischen Dorfkirche Jacobsdorf im Landkreis Oder-Spree steht er als erster von vier Gefallenen mit dem Eintrag (Foto: Jutta Rzadkowski EXTERNER LINK) :

»Gren. Chr. Friedr. Janisch, gef. bei Spichern 6. Aug. 70.«

Laut Eintrag im Kirchenbuch starb der am 25.02.1845 in Jacobsdorf geborene Christian Friedrich Janisch an einem Schuss in die Brust (Mitteilung von Jutta Rzadkowski).

Leider sind viele der ehemals vorhandenen Gräber heute jedoch nicht mehr zu lokalisieren.

   

 

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