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150 Jahre danach

Kämpfe

Nach der Schlacht

Gedenken 2020

 

GEDENKEN 2020

 

Am 6. August 2020 jährten sich die blutigen Kämpfe um den Roten Berg zum 150. Mal. Bereits im November 2017 hatte sich im Verein für Landeskunde im Saarland e. V. EXTERNER LINK eine Arbeitsgruppe gebildet, die Vorbereitungen für Gedenkveranstaltungen mit Bezug zu diesen Ereignissen treffen sollte. Geplant waren u. a. Ausstellungen und Vorträge in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Saarbrücken, der Gemeinde Spicheren sowie mit französischen historischen Vereinen. Bis zum Frühjahr 2020 lief alles wie geplant, doch dann sorgten die durch das Coronavirus ausgelösten Beschränkungen für einen Stopp zumindest der für den öffentlichen Raum angedachten Aktivitäten in dieser Richtung. Auch wenn derzeit noch nicht absehbar ist, wann genau die geplanten Vorträge und Ausstellungen stattfinden können, laufen die Vorbereitungen, soweit es möglich ist, weiter.

Von daher gab es neben einer Ausstellung im Landesarchiv Saarbrücken (Titel: 150 Jahre Schlacht bei Spichern) und einer den denkwürdigen Tag begleitenden, kurzen Berichterstattung in Presse und Rundfunk um den 6. August herum lediglich zwei offizielle Gedenkveranstaltungen: Am 6. August im Ehrental im Deutsch-Französischen Garten und am 9. August auf den Spicherer Höhen.

Zu der Gedenkveranstaltung im Ehrental waren am Vormittag des 6. August Landtagspräsident Stephan Toscani und der Oberbürgermeister der Stadt Saarbrücken, Uwe Conradt, mit der französischen Generalkonsulin im Saarland, Catherine Robinet und der Ersten Beigeordneten der Gemeinde Spicheren, Claudine Klein, zusammengekommen und legten gemeinsam am Denkmal des Infanterie-Regiments 54 ihre Kränze nieder.

In seiner Rede betonte Stephan Toscani, dass es 150 Jahre nach der Schlacht wichtig sei, dass Deutsche und Franzosen der Gefallenen gemeinsam gedenken. Darüber hinaus sagte er:

»Für uns ist die deutsch-französische Freundschaft heute selbstverständlich. Unsere Beziehungen waren jedoch nicht immer von Frieden und Verständigung geprägt. Es ist Aufgabe unserer Generation, die guten Beziehungen, die wir heute zu unseren Nachbarn haben, zu pflegen und für die Zukunft fortzuentwickeln.«

Einen weiteren Kranz legte der Landtagspräsident am Grab von Katharina Weißgerber ab. Es sollte damit der Mitmenschlichkeit und dem Mut gedacht werden, den sie und andere Frauen gezeigt hatten, als sie sich noch während der Schlacht um verwundete Soldaten kümmerten. Das ist sicherlich eine passende und auch richtige Geste; sie sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Beitrag von Katharina Weißgerber und weiteren Frauen in den Jahren nach 1870 nur wenig Beachtung außerhalb Saarbrückens fand. Und selbst hier blieb es nur bei großen Worten – eine wie auch immer geartete Unterstützung gab es nicht! Katharina Weißgerber starb 1866, nach einem arbeits- und entbehrungsreichen Leben, krank und völlig verarmt. Ihre viel gerühmte Mitmenschlichkeit hatte offenbar nicht abgefärbt ...

Drei Tage später, am 9. August, fand auf französischer Seite eine weitere Gedenkveranstaltung statt. Hierbei waren neben Vertretern des Souvenir Français und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. auch der Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt sowie Gilbert Schuh, Erster Vizepräsident des Eurodistricts SaarMoselle, anwesend. Kränze wurden niedergelegt am Croix de Spicheren auf den Spicherer Höhen und vor dem Denkmal auf dem Deutsch-Französischen Friedhof in Spicheren.

   

 

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