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SPUREN – Spiesen-Elversberg     KARTE

 

Auf dem Alten Friedhof in der Neunkircher Straße in Spiesen-Elversberg befindet sich ebenfalls ein Denkmal, das an Opfer aus dem Deutsch-französischen Krieg erinnern solles besteht aus neun Grabplatten und einer Gedenktafel (55).

Bei den Opfern (vier Deutsche und fünf Franzosen) handelt es sich um Männer, die während der Kämpfe um die Spicherer Höhen bzw. bei den Kämpfen um Metz verwundet worden waren und schließlich im Lazarett in Heinitz ihren Verwundungen erlagen. Laut Karl-Werner Backes (Soldatengräber auf dem »Alten Friedhof« in der Neunkircher Straße, in: Heimatkalender Spiesen-Elversberg für das Jahr 2001, S. 96-97) war in den beiden ältesten Schlafhäusern von Heinitz zwischen dem 13. August und dem 23. September 1870 ein Lazarett mit Breslauer Ärzten eingerichtet.

Vierundzwanzig Jahre nach Kriegsende wurden die Gräber vom Kriegerverein Elversberg-Heinitz mit den später zu einem Denkmal zusammengestellten Grabplatten versehender ursprüngliche Bestattungsort der Männer ist heute allerdings nicht mehr bekannt. Eingeweiht wurde die Gräberstätte am 1. September 1895, dem 25. Jahrestag der Schlacht bei Sedan (»Sedanstag«) und der damit einhergehenden Kapitulation der französischen Armee am 2. September 1870.

Die gusseiserne Gedenktafel des Kriegervereins trägt folgende Beschriftung:

»Den am glorreichen
Feldzuge 1870/71

betheiligten, verstorbenen

Kameraden zum

Gedächtnis gewidmet.

Der Kriegerverein

Elversberg=Heinitz,

am 1. September 1895.
«

Von den neun hier Bestatteten erhielten sechs Männerein Deutscher und fünf Franzosen ihre Verwundungen am 6. August 1870 bei Spichern.

Bei dem Deutschen handelt es sich um den am 13. Dezember 1840 in Neudamm bei Königsberg i. d. Neumark geborenen Wilhelm Heinrich Belling. Den Angaben auf der Grabplatte zufolge erlag Belling seiner Verwundung am 18. September 1870. Er wird in der Verlustliste Nr. 9 (S. 54) als Angehöriger der 7. Kompanie des 5. Brandenburgischen Infanterie-Regiments Nr. 48 mit folgenden Angaben geführt:

»Gefr. Wilhelm Belling aus Neudamm, Kr. Königsberg. L v.  S. d. d. l. Wade.«

Zu den fünf am 6. August 1870 bei Spichern verwundeten und später im Lazarett in Heinitz verstorbenen französischen Soldaten liegen lediglich die Angaben auf ihren jeweiligen Grabplatten vor:

Jean Frédéric Bousquet, * 20. Februar 1846 in Montamisé (Vienne), † 15. August 1870,
Angehöriger des 40e régiment d'infanterie 
de ligne;

Vincent Castin,* 10. März 1843 in Belley (Ain), † 28. August 1870),
Angehöriger des 2e régiment d'infanterie 
de ligne;

Michel Douillet,* 12. Februar 1843 in Sérézin-de-la-Tour (Isère), † 18. August 1870),
Angehöriger des 66e régiment d'infanterie 
de ligne;

Laurent Rocques,* 5. August 1844 in Pamiers (Ariège), † 4. September 1870),
Angehöriger des 66e régiment d'infanterie 
de ligne;

Jean Royère,* 15. September 1843 in St. Vincent (Dordogne), † 16. August 1870),
Angehöriger des 66e régiment d'infanterie 
de ligne.

 

 

 

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