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SPUREN Völklingen-Fürstenhausen     KARTE

 

Auf dem Hohberg im Völklinger Ortsteil Fürstenhausen befindet sich ebenfalls ein Denkmal mit Bezug zu den Kämpfen im Vorfeld der »Schlacht bei Spichern« (52). Das Denkmal in Form eines Obelisken soll an den Beschuss von Völklingen durch die vier Geschütze einer französischen Artillerie-Batterie erinnern, die in diesem Bereich am Nachmittag des 2. August 1870 aufgefahren war. Insgesamt sollen etwa 30 Granaten von dieser Batterie nach Völklingen hinein verschossen worden sein, die jedoch keine Wirkung erzielten, da der größte Teil nicht explodierte. Die Beschießung war Teil eines Scheinangriffs, mit dem die französische Seite die Stärke der preußischen Truppen im Bereich Völklingen aufklären wollte.

Auf der Vorderseite des Denkmals ist eine gusseiserne Platte angebracht, die folgende Beschriftung trägt:

»Von diese Platze aus wurde am 2. August 1870 Völklingen durch französische Artillerie beschossen.«

Darunter trägt das Denkmal die Jahreszahl 1870. Auf der Rückseite des Obelisken ist eine weitere Tafel angebracht, die an einen am 6. August 1870 gefallenen Fürstenhausener erinnert:

»Zum Andenken an den in Spichern am 6. August 1870 gefallenen Füsilier Fritz Wunn aus Fürstenhausen vom Füsilier-Regiment 40.«

Der Name wird aber weder in den offiziellen Verlustlisten genannt noch in der bei Heinrich Gisevius (Das Hohenzollernsche Füsilier-Regiment Nr. 40 im Kriege 1870/71 gegen Frankreich, E. S. Mittler & Sohn, Berlin 1875) abgedruckten Verlustliste! In der Verlustliste Nr. 11 (S. 63) wird zwar ein am 6. August 1870 bei Spichern verwundeter Füsilier Wunn aufgeführt (2. Kompanie, Füsilier-Regiment Nr. 40), der aber mit Vornamen Peter hieß und angeblich aus Dudweiler stammteein weiterer Wunn taucht in den Verlustlisten nicht auf. Allerdings ist in der namentlichen Verlustliste bei Heinrich Gisevius unter der laufenden Nummer 119 ein Peter Wünn aus Fürstenhausen verzeichnet, der Angehöriger der 2. Kompanie war und als vermisst geführt wird!

Auf dem Weg zum Denkmal stößt man wenige Meter vorher links am Weg auf einen Betonblock mit zwei Messingtafeln, die über die Geschichte des Denkmals und seine Restaurierungen informieren (53). Auf der auf der Oberseite angebrachten Tafel heißt es:

»Ungefähr 100 m von dieser Stelle am Wegekreuz nach Osten zu stand im Jahre 1870 eine alte Eiche. Von da aus beschossen im Kriege 1870/71 die Franzosen das Völklinger Krankenhaus (Bergmannskrankenhaus).
Im Jahre 1909-10 ging die alte Eiche ein. Als Ersatz für die Eiche und als Ehrenmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71 erstellte der damalige Kriegerverein Fürstenhausen dieses Denkmal. Vereins- und Schulfeste fanden oft hier statt.
Über das Denkmal gingen zwei Weltkriege hinweg. Durch Witterungs- und Kriegseinflüsse wurde es so schwer beschädigt, dass es ganz zerfiel. Da sich keine Behörde um den Wiederaufbau bemühte, nahmen sich vier Naturfreunde seiner an. Der Unternehmer Richard Hafner sen. erbot sich, das Denkmal in seiner Werkstatt restaurieren zu lassen. Dabei blieb seine alte Form gewahrt.
Die Neumontage fand am 18. April, die Einweihung am Sonntag, dem 19. April 1953, statt.
Eine weitere Überholung mit zusätzlicher Ausbesserung der Wege und Neubepflanzung des Blumenbeetes wurde im Jahre 1981 durch die Kokerei Fürstenhausen vorgenommen.
Völklingen, den 8. August 1981«

Über eine weitere Restaurierung des Denkmals informiert die auf der Frontseite angebrachte Tafel:

»Das Denkmal wurde im Frühjahr 2007 von der Stadt Völklingen, dem Lions-Club Völklingen und dem Diakonischen Werk unter Bewahrung der historischen Substanz saniert und im Rahmen der Eröffnung des Lions-Wanderweges Völklingen-Forbach am 28. April 2007 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.«

 

 

 

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