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SPUREN Saarbrücken 1  Altenkessel, Burbach, Malstatt, Gersweiler, St. Johann

 

Nach mittlerweile fast 150 Jahren sind einige der Denkmäler und Gräber verschwunden, die nach dem Ende des Deutsch-französischen Krieges in unserem Raum aufgestellt bzw. angelegt wurden. Aber immerhin konnten dies- und jenseits der Grenze noch gut 80 (!) von ihnen lokalisiert werdenin mehr oder weniger gutem Erhaltungszustand. Ehrenfriedhöfe werden i. d. R. als 1 Objekt angesprochen, so dass Einzelgräber oder -denkmäler auf diesen Friedhöfen nur gesondert aufgeführt werden, wenn dies erwähnenswert scheint. Betrachtet man Einzelgräber bzw. -denkmäler auf den Ehrenfriedhöfen als eigenständige Objekte, so kommt man auf über 100 noch heute erhaltene Relikte!

Die Beschreibung der einzelnen Denkmäler und Gräber in Form eines Rundgangs gestaltet sich aufgrund der insgesamt breiten geografischen Streuung und der punktuellen Häufung gerade im Bereich des ehemaligen Kampfgebiets als äußerst schwierig. Von daher erfolgt ihre Vorstellung zweckmäßigerweise sortiert nach den Gemeinden, in denen sie zu finden sind, im Fall von Saarbrücken aufgrund der Masse noch einmal nach Stadtteilen geordnet.

Hinweis: Die in Klammern gesetzten Zahlen in der Beschreibung des jeweiligen Grabes bzw. Denkmals dienen der Standortidentifizierung auf den verlinkten Karten.

 

Saarbrücken-Altenkessel     KARTE

Auf dem Friedhof in Altenkessel steht innerhalb des Krieger-Ehrenfelds im Feld 17 das nebenstehende Ehrenmal (1)r die im Deutsch-französischen Krieg gefallenen Altenkesseler Männer. Auf einer im Zuge der Neuanlage des Ehrenfelds 1962 angebrachten Bronzeplatte werden acht Namen genannt: Heinrich Wiemann, Friedrich Boos, M. Lochenschenski, Friedrich Klimeck, Heinrich Maus, B. Schlerking, Franz Griebel und der während der Kämpfe um die Spicherer Höhen am 6. August 1870 schwer verwundete Georg Speicher, der wenige Tage später seinen Verwundungen erlag.

Beigesetzt wurde er in einem Einzelgrab in dem weiter südlich gelegenen Feld 1 auf dem Friedhof Altenkessel (2). Die ebenfalls im Zuge der Neugestaltung des Ehrenfelds auf dem Grabmal (links) angebrachte Bronzetafel trägt folgende Beschriftung:

»Hier ruht Georg Speicher, Gefr. bei der 2. Komp. des Hohenzollerschen
Inf. Reg. Nr. 40. Ehemann von Agatha Lorig. Geb. am 6. April 1846.
Gest. den 10. August 1870 in Folge eines Schusses durch den Unterleib
bei der Erstürmung des Spichern Berg. Anno 1870.«

In den Verlustlisten findet sich zwar kein Eintrag zu Georg Speicher, aber in der bei Heinrich Gisevius (Das Hohenzollernsche Füsilier-Regiment Nr. 40 im Kriege 1870/71 gegen Frankreich, E. S. Mittler & Sohn, Berlin 1875) abgedruckten namentlichen Verlustliste des Füsilier-Regiments Nr. 40 wird Speicher als Angehöriger der 2. Kompanie unter der lfd. Nr. 79 der Verluste während der Schlacht bei Spichern am 6. August 1870 mit folgenden Angaben geführt:

»Füs. Georg Speicher aus Püttlingen, s. v. Schuß in den Unterleib. Am 20. August gest.«

Man beachte, dass die Angaben bei Gisevius in Bezug auf Dienstgrad und Todesdatum von denen auf dem Grab abweichen!

Unmittelbar rechts neben dem Grabmal von Georg Speicher befindet sich das Grab von sieben französischen Soldaten (3), die in dem im Schlafhaus eingerichteten Lazarett an ihren bei Spichern erlittenen Verwundungen verstorben sind und anschließend auf dem Friedhof beigesetzt wurden. Seit der Neugestaltung des Ehrenfelds im Jahr 1962 erhielt auch dieses Grab eine Bronzeplatte (rechts), die folgende zweisprachige Beschriftung in Deutsch (links vom Kreuz) und Französisch (rechts vom Kreuz) trägt:

»Hier ruhen sieben französische Soldaten des Krieges 1870-71, die in einem Lazarett in Altenkessel an ihren erlittenen Verwundungen in den Kämpfen um die Spicherer Höhen im August 1870 verstorben sind.
Ici reposent sept soldats français de la guerre de 1870-71, morts dans un hôpital à Altenkessel à la suite de blesseures reçues lors des combats autour des Hauteurs de Spicheren en Août 1870.«

Im Eingangsbereich der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Altenkessel befindet sich eine weitere Gedenktafel (links). Die aus weißem und schwarzem Marmor gefertigte Tafel war bereits in der zwischen dem 22. Mai 1870 und dem 20. September 1903 genutzten Notkirche angebracht und wurde anschließend in die heutige, in den Jahren 1902/1903 gebaute Kirche mit übernommen (4). Sie trägt folgende Beschriftung:

»Gedenktafel für gefallene Krieger.
Es starben für König und Vaterland 1870-1871 aus der Gemeinde und Bürgermeisterei Püttlingen.
1. Georg Speicher aus Altenkessel, den 6. August 1870.
2. Franz Griebel aus Altenkessel, den 18. August 1870.
3. Jakob Becker aus Püttlingen, den 18. August 1870.
4. Jakob Baltes aus Ritterstraße, den 8. September 1870.
5. Mathias Speicher aus Püttlingen, den 23. Februar 1871.«

Auf dieser Tafel wird für Georg Speicher ein weiteres Todesdatum genannt: der 6. August 1870! Endgültige Klarheit bezüglich des Todesdatums bringt hier offenkundig nur ein Blick in die Standesamtsunterlagen oder die Kirchenbücher.

 

Saarbrücken-Burbach     KARTE

Im Wald bei Von-der-Heydt befindet sich ein einzelnes, eingefasstes Grabdenkmal (5) für einen Angehörigen des Hohenzollernschen Füsilier-Regiments Nr. 40 (rechts). Begraben liegt hier laut der angebrachten Gedenktafel der am 2. August 1870 gefallene Gefreite Hugo Feiber. Feiber gehörte zu den restlichen Einheiten des Regiments, die am 2. August vom Köllertal aus zum Rastpfuhl marschierten und dort gegen Abend Biwak beziehen mussten. Französisches Artilleriefeuer von den Höhen auf der anderen Saarseite reichte jedoch bis auf den Rastpfuhl und forderte auch dort Opfer, unter ihnen der im Speicherschen Obstgarten biwakierende Hugo Feiber. Der schwer verwundete Soldat wurde zusammen mit anderen Verwundeten auf einem Karren wieder zurück nach Von-der-Heydt geschafft, wo in den Bergmannsschlafhäusern ein Reservelazarett eingerichtet worden war. Da man dort anscheinend nicht mehr viel für ihn tun konnte und um Platz für weitere Verwundete zu schaffen, wurden Feiber und einige seiner Schicksalsgenossen auf Tragen in Richtung Altenkessel in Marsch gesetzt. Feiber erlag jedoch bereits kurz nach dem Abmarsch seinen schweren Verwundungen und wurde schließlich an Ort und Stelle begraben (Hans Breinig: Das Kriegergrab von 1870 zu Von-der-Heydt, in: Köllertaler Anzeiger Nr. 30 vom 31.07/01.08.1970, S. 6).

In der Verlustliste Nr. 229 (S. 1825) findet sich folgender Eintrag zu Hugo Feiber als Angehörigem der 1. Kompanie:

»Füs. Hugo Feiber. S. v. A. d. Wunden gest.«

In der bei Heinrich Gisevius (Das Hohenzollernsche Füsilier-Regiment Nr. 40 im Kriege 1870/71 gegen Frankreich, E. S. Mittler & Sohn, Berlin 1875) abgedruckten namentlichen Verlustliste des Füsilier-Regiments Nr. 40 wird Feiber unter der lfd. Nr. 1 der Verluste der 1. Kompanie während des Gefechts bei Saarbrücken am 2. August 1870 mit folgenden Angaben geführt:

»Friedr. Carl Hugo Feiber aus Castellaun, s. v. und am folgenden Tag gest.«

 

Saarbrücken-Malstatt     KARTE

Den gleichen Umständen wie Hugo Feiber fiel auch der Unteroffizier Traugott Roemer vom 1. Rheinischen Feld-Artillerie-Regiment Nr. 8 zum Opfer, dessen Grabdenkmal in der Lebacher Straße auf dem Rastpfuhl zu finden ist (6).

»Die Batterie von Helden stand zufällig in der Nähe einer hohen Pappel an der Chaussee. Gegen diese fielen die ersten französischen Granaten und die folgenden näherten sich nun bedenklich unseren vier Geschützen. Hauptmann v. Helden beschloß daher, durch einen schleunigen Stellungswechsel etwa 300 Schritt rückwärts die bedrohte Gefechtslage seiner Batterie zu verändern.
Dieser Stellungswechsel mag vom Feinde nicht bemerkt worden sein, jedenfalls hatte er den Erfolg, daß die französische Artillerie noch eine Zeit lang die alte Stellung unter Feuer hielt. Aus der neuen Stellung wurde der Geschützkampf wieder aufgenommen. Unglücklicherweise war in dem Zündloche des 4. Geschützes eine Schlagröhre stecken geblieben, so daß sich zunächst nur drei Geschütze am Feuer beteiligen konnten. In dieser Stellung schlug eine Granate dicht vor dem 3. Geschütz ein; ihre Sprengstücke rissen den Geschützführer, Unteroffizier Römer, sofort tot nieder und verwundeten zwei Kanoniere der Bedienung.«
(Eltester, Hans/Schlee, Max: Geschichte der Rheinischen Feldartillerie bis zu ihrer Teilung in vier Regimenter, 1. Oktober 1899, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1910, S. 194)

Das gemäß der angebrachten Platte von der Malstatter Landwehr, dem Burbacher Kriegerverein und dem Dilsburg-Hilsbacher Kriegerverein 1884 gewidmete Grabdenkmal steht heute laut den Unterlagen des Amts für Stadtgrün und Friedhöfe der Stadt Saarbrücken nicht mehr genau an seinem ursprünglichen Platz.

In der Verlustliste Nr. 7 (S. 37) wird Unteroffizier Roemer unter dem Eintrag Gefecht bei Saarbrücken am 2. August als Angehöriger der zum Rheinischen Feld-Artillerie-Regiment Nr. 8 gehörigen 6. leichten Fuß-Batterie wie folgt genannt:

»Unteroff. Karl Traugott Roemer aus Stallberg, Kr. Sieg. T.«

Im Übrigen war es die gleiche Einheit, der auch Karl Roemer angehörte (6. leichte Batterie), die den ersten Kanonenschuss des Deutsch-französischen Kriegs überhaupt abgab! Der Abschuss erfolgte am Nachmittag des 2. August durch das 5. Geschütz des an der Kapelle am Halberg in Stellung gegangenen 3. Zuges unter Sekondleutnant Meyer II (Eltester, Hans/Schlee, Max: Geschichte der Rheinischen Feldartillerie bis zu ihrer Teilung in vier Regimenter, 1. Oktober 1899, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1910, S. 193).

Ein weiteres Denkmal (rechts) befindet sich im Jenneweg, etwa 800 m südostwärts im alten Friedhof Malstatt, auf dem heute keine Beisetzungen mehr stattfinden (7). Hier wurde am 15. Juni 1901 ein Denkmal zur Erinnerung an die Toten des Deutsch-französischen Krieges eingeweiht. Die Inschriftenplatten mit der Widmung der Stadt Malstatt-Burbach sowie die Tafel mit den Namen der verstorbenen Soldaten sind heute jedoch nicht mehr vorhanden.

 

 

 

Saarbrücken-Gersweiler     KARTE

In Gersweiler findet sich auf dem ehemaligen katholischen und auf dem nur wenige Meter nordwestlich davon liegenden ehemaligen evangelischen Friedhof noch jeweils ein Grab mit einem Gefallenen aus den Kämpfen um die Spicherer Höhen.

In Gersweiler selbst fanden keine Kampfhandlungen statt, hier wurden lediglich Verwundete stationär oder ambulant versorgt. Zwei Schwerverwundete, die vermutlich in das Lazarett nach Altenkessel weiter befördert werden sollten, verstarben jedoch bereits in Gersweiler und wurden deshalb hier beigesetzt.

Das Grabdenkmal auf dem katholischen Friedhof (8) ist heute noch erhalten (links) und bezeichnet das Grab des am 6. August gefallenen Soldaten Friedrich August Othmer vom 2. Hannoverschen Infanterie-Regiment Nr. 77. Laut Sockelinschrift wurde das Denkmal »zum Andenken an die Gedächtnisfeier der Schlacht bei Spichern errichtet vom Festkomité zu Gersweiler am 6. August 1871«.

In der offiziellen Verlustliste Nr. 18 (S. 123) ist Othmer unter dem Titel Gefecht bei Styring am 6. August 1870 als Angehöriger der 3. Compagnie des 2. Hannoverschen Infanterie-Regiments Nr. 77 aufgeführt mit folgenden Angaben:

»Musk. Fried. Aug. Othmer aus Eitze, Kr. Gifhorn. S. v. S. in d. l. Oberschenkel, Laz. Saarbrücken.«

Vom Grabdenkmal auf dem alten evangelischen Friedhof (rechts) ist heute nur noch der Sockel erhalten (9), der die gleiche Inschrift wie der Sockel des Othmer-Grabdenkmals trägt. Das Denkmal selbst bezeichnete das Grab des ebenfalls am 6. August 1870 gefallenen Gefreiten Johann Heinrich Weber, der laut Walter Neutzling (1870, in: GeO-Blätter Heft 4, Juli/August 1995, S. 116) Angehöriger des Infanterie-Regiments Nr. 53 gewesen sein soll!

Aber: In der Verlustliste Nr. 18 (S. 123) existiert unter dem Titel Gefecht bei Styring am 6. August 1870 auch ein Eintrag für Weber hier jedoch wird er als Angehöriger der 1. Kompanie des 2. Hannoverschen Infanterie-Regiments Nr. 77 (!) geführt:

»Gefr. Joh. Heinr. Weber aus Baak, Kr. Bochum. T.«

Da zurzeit nur eine Abschrift, aber kein Foto dieses Grabdenkmals vorliegt, ist bezüglich der Regimentszugehörigkeit des Gefreiten Weber bis auf Weiteres von einem Übertragungsfehler beim Erstellen der Abschrift auszugehen.

Im Übrigen war das 2. Hannoversche Infanterie-Regiment Nr. 77 an der Erstürmung der Spicherer Höhen selbst nicht beteiligt, sondern kämpfte an der rechten Flanke bei Stieringen.

 

Saarbrücken-St. Johann     KARTE 1     KARTE 2

Auf dem Gelände des früheren Friedhofs St. Johann auf dem Rotenberg, dem heutigen Echelmeyerpark, steht ein am 6. August 1871 eingeweihtes Denkmal der St. Johanner Bürgerschaft für die hier bestatteten etwa 250 deutschen Soldaten, die im Krieg 1870/71 gefallen waren (10). Der Friedhof wurde bereits Mitte 1883 geschlossen und durch einen neuen Friedhof am Bruchhübel ersetzt, der aber schon 1917 aufgrund der Anlage des heutigen Hauptfriedhofs ebenfalls geschlossen wurde seit 1984 steht der unter Denkmalschutz stehende Friedhof aber wieder für Urnenbeisetzungen zur Verfügung. Am Weg zwischen Grabfeld 1 und 3 finden sich zwischen Weg und Friedhofsmauer einige z. T. völlig überwucherte und kaum noch lesbare Grabsteine preußischer Gefallener von 1870, die man 1983 hierher versetzt hat (11).

Ursprünglich standen die Grabsteine (rechts) auf Gräbern im Bereich des Denkmals im Echelmeyerpark. Unter ihnen befindet sich auch der Grabstein von Hauptmann Benno von Manstein, Kompanieführer der 1. Kompanie des 2. Hannoverschen Infanterie-Regiments Nr. 77, der am 6. August bei Stieringen schwer verwundet worden war. Sein Eintrag in der Verlustliste Nr. 18 (S. 122) lautet:

»Hauptm. Benno v. Manstein. T. S. i. Unterleib. In Saarbrücken gest. am 7. August.«

In seiner Saarbrücker Kriegschronik von 1895 (S. 238) beschreibt Albert Ruppersberg die Beisetzung der Gefallenen des Infanterie-Regiments Nr. 77 am Rand des Habsterdicks am 7. August 1870 und benennt hierbei mehrere der Toten namentlich, darunter auch Hauptmann von Manstein. In einer Fußnote fügt er ergänzend hinzu:

»Bald nachher traf der Vater des Hauptmanns, der kommandierende General des 9. Armeekorps, hier ein, ließ das Grab öffnen und die Leiche seines Sohnes herausnehmen. Nachdem die Erde von dem Gesicht des Toten abgewaschen war, blickte der Vater schmerzlich bewegt auf das bleiche Antlitz, drückte einen Kuß auf die Stirn und wandte sich ab mit den Worten: ›Er ist für eine gute Sache gefallen. Gebt ihn der Erde wieder‹. Die Leiche wurde in einen Sarg gelegt und auf dem St. Johanner Friedhof beigesetzt, damit der Gefallene in deutscher Erde ruhe.«

Ein weiterer, gerade noch teilweise lesbarer Grabstein nennt den am 6. August gefallenen Portepee-Fähnrich Alexander von Randow von der 4. Kompanie des 8. Brandenburgischen Infanterie-Regiments Nr. 48 er wird in der Verlustliste 9 (S. 52) mit folgenden Angaben geführt:

»Port. Fähnr. Bogislaw Conrad Alexander v. Randow aus Görlitz. T. Granatsplitter i. Unterleib.«

Im Stadtteil St. Johann befindet sich in den Parkanlagen am Staden noch ein weiteres Denkmal, das gleichzeitig auch zu den bekanntesten in Saarbrücken zählen dürfte: das Denkmal für das Ulanen-Regiment »Großherzog Friedrich von Baden« (Rheinisches) Nr. 7 (12). Es trägt die kurze und prägnante Inschrift:

»Zur Erinnerung an die treue Wacht des 7. Ulanenrgt. 1870«

Ursprünglich stand das Denkmal auf dem Platz vor dem damaligen Rathaus von Saarbrücken, dem heutigen Schlossplatz. Enthüllt wurde es dort am 1. Juni 1913 in einer feierlichen Veranstaltung in Anwesenheit von rund 700 ehemaligen Kriegsteilnehmern. Im Zuge von Umgestaltungsmaßnahmen des Schlossplatzes wurde das Denkmal 1938 versetzt an die Ecke Mainzer- und Hellwigstraße, wo es dann 1947 auf Anordnung der französischen Militärregierung abgebaut wurde, um im Ludwigspark wieder errichtet zu werden. Dazu kam es jedoch nicht! Stattdessen verschwand das Denkmal für die folgenden zehn Jahre im Keller des Rathauses. Am 1. September 1957 erhielt es schließlich seinen heutigen Standort am Staden. Allerdings gibt der Reiter mit seinen leeren Händen eine etwas seltsam anmutende Figur ab, was nicht weiter verwundern sollte, denn ursprünglich trug er einen Eichenlaubzweig in der erhobenen rechten und eine Lanze in der linken Hand Eichenlaubzweig und Lanze sind während der Einlagerung irgendwie abhanden gekommen. Als Ausgleich hierfür hat man ihm dann den Helm vergoldet ...

 

 

 

 

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